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Publikumspreis für die besten Jugendprojekte aus dem Jahr 2016

16.05.2017 Jugendgruppen aus dem Landkreis können online für ihren Favoriten stimmen

Elf Projekte aus dem Jahr 2016 sind dieses Jahr für die verschiedenen Kategorien des alljährlich zu vergebenen Jugendpreis nominiert. Unter www.jugendarbeit-ei.de können alle Gruppierungen der Jugendarbeit und Gemeinden aus dem Landkreis bis zum 11. Juni online je eine Stimme für ihr favorisiertes Projekt abgeben. Das Projekt mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis. Zudem erhält jede abstimmende Gruppe nicht nur eine Einladung zur feierlichen Preisverleihung, sondern kann mit ein bisschen Glück auch einen Gruppenbesuch mit Führung für den Dinosaurier-Park Altmühltal in Denkendorf gewinnen. Die Verlosung findet traditionell am Abend der Jugendpreisverleihung am 28. Juni statt. 

Alle Gruppierungen der Jugendarbeit und Gemeinden können ab sofort für folgende Gruppen mit ihren Projekten stimmen: 

Dompfadfinder Eichstätt: „Die Welt verbessern“

Foto: 1 Dompfadfinder_Welt verbessern

2016 wurden, unter dem Motto des Pfadfindergründers Baden-Powell „Wir versuchen die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben“,  Workshops wie „Jute statt Plastik“, „Palettenmöbel-Bau“, „Fairtrade-Scouts“, „H2016“ und „Seife selbst gemacht“ organisiert. Dabei sollte den Besuchern ökologisches und biologisches Verständnis bewusst gemacht werden. Die Aktionen wurden zum Teil von der Leiterrunde angeboten aber auch von Kindern und Jugendlichen selbst konzipiert und durchgeführt. Dabei sollen die Jugendlichen Sachkompetenz zu den Themen Nachhaltigkeit, Upcycling und Fairtrade sowie handwerkliche Fähigkeiten entwickeln. 

Fotoclub-Jugend Eichstätt: Macht hoch die Tür

Foto: 2 Fotoclub Türen

In Zusammenarbeit mit der Jugendgruppe des Eichstätter Fotoclubs entwickelte sich für die Adventszeit ein ganz besonderes Projekt, das den Lesern des EK ein wenig Freude und Beschaulichkeit bereiten sowie die Geschichte und Kultur Eichstätts näher bringen sollte. Die 12 Nachwuchsfotografinnen fotografierten zwischen September und Ende Oktober in Eichstätt Türen oder Tore, die Kunsthistorikerin Dr. Claudia Grund schrieb die Texte und der Eichstätter Kurier veröffentlichte die Arbeiten. Fachlich angeleitet waren die Jugendlichen unterwegs und haben eigenständig und unbeeinflusst, aber mit bemerkenswert gutem Blick für das Besondere, Verborgene und Pittoreske Eichstätter Türen und Tore zusammengetragen. Besondere Einschränkungen gab es im Vorfeld keine. An 20 Tagen bis zum Heiligabend erschien jeden Tag eine andere Tür oder ein Tor in der Zeitung. Darunter waren bekannte und weniger bekannte, alte und neue, wertvolle und ganz normale Exemplare. Sie alle sind jedoch mit einem Stück Eichstätter Geschichte verbunden. 

Haus der Jugend Eichstätt: Wurzelgemüse

Foto: 3 JuZe_Wurzelgemüse

Das Projekt mit dem Titel "Wurzelgemüse" will Begegnungsmöglichkeiten von Geflüchteten und Einheimischen schaffen. Dabei sollen von allen Beteiligten gemeinsam und partizipativ Aktionen, Maßnahmen und Angebote entworfen, geplant und durchgeführt werden. Es verfolgt einen transkulturellen Ansatz mit dem Menschenrechtskanon als oberste Norm. Geplant wird auf zwei Ebenen: Das Leitungsteam entwickelt Ideen und Vorschläge, die dann im großen Plenum diskutiert, geplant und umgesetzt werden. Stattgefunden haben bereits eine Kulturwerkstatt, Global Cafe, Museumsbesuch, Schwimmkurs, Schnitzeljagd, Plätzchenbacken und eine Trans-Kultur-Party. Ergänzend hinzukommen wir vor Allem in Zukunft das Konzept „Lernen durch Lehren“. 

Haus der Jugend Eichstätt: Repair-Cafe

Foto: 4 JuZe_RepairCafé

Die Projektidee zur Einrichtung eines Repaircafes  entstand aus dem P-Seminar des Eichstätter Gabrieli-Gymnasiums. Während des Seminars wurden ähnliche Einrichtungen in Neuburg und Ingolstadt besucht, ein grundlegendes Konzept entwickelt, Öffentlichkeitsarbeit in der Lokalpresse und sozialen Netzwerken betrieben und diverse Gespräche mit möglichen Experten aus verschiedenen Arbeitsbereichen geführt.  Bei der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort entstand die Idee, hier mit dem Haus der Jugend zu kooperieren. Im Repair-Cafe kann man alles Mögliche wieder auf Vordermann bringen lassen: vom Handy mit der verkorksten Software über die verstopfte Kaffeemaschine bis hin zum defekten Rad. Der Service ist kostenlos und wird von ehrenamtlich arbeitenden Fachleuten ausgeführt. Lediglich benötigte Ersatzteile sollten die Kunden kaufen. Das Projekt soll die Besucher dazu anregen nachhaltiger zu leben und verantwortungsvoll im Umgang mit Ressourcen zu sein. Schon nach der der ersten Veranstaltung war klar, dass das Projekt ein Erfolg ist und weiterhin stattfinden wird, es wurde im Januar 2017 feierlich an das Haus der Jugend zur Weiterführung übergeben und wird nun noch durch den Bereich „fablab“ erweitert. 

Haus der Jugend Eichstätt: Speakers Tent

Foto: 5 JuZe Speakers Tent

Im Rahmen der Eichstätter Kulturtage und der muke e.V. Veranstaltung Akkufish wurde das „Speakers Tent“ in der Altmühlaue neben Haifischbar und Spitalstadt aufgebaut. Das komplette Wochenende wurden in und um das Zelt zahlreiche Aktionen angeboten und zusammengeführt, die speziell Jugendliche ansprechen sollten, jedoch auch einen starken Augenmerk auf Inklusion hatten. So gab es unter anderem eine öffentliche Diskussion zum Thema „Mode im Wandel der Zeit“, einen Cajonita-Workshop, Upcycling-Angebote und eine große Modenschau „Von Pettycoat zu Flower Power“. Auch ein Wiedersehen und –hören mit dem inklusiven Rhytmusprojekt „Taktlos“ war dabei. Tägliches Rahmenprogramm: Jonglage, Trommelsessions, Schwedenschach, Badminton, Loungemöbel, Hacky Sack, Henna Mehndi. Ein fester Platz für Jugendliche also, im Herzen der Kulturtage! 

Jugendtreff Kösching: Graffitikunst

Foto: 6 Kösching_Graffiti

Bei der Beschäftigung mit der Frage „Was ist Kösching für uns?“ entstand die Idee, künstlerisch für die Heimat tätig zu werden. Die Jugendlichen hatten bereits erste Erfahrungen in Graffiti-Kunst gesammelt und so wurde gemeinsam beschlossen, diese Fähigkeiten auszubauen und in ein Gesamtkunstwerk fließen zu lassen. Das Projekt bietet den Teilnehmern über die Fragestellung „Wer sind wir?“ die Möglichkeit, auszuloten, wo sie ihren Platz in der Gesellschaft sehen und wie sie sich nach außen repräsentieren können und möchten, Vernetzung und Kooperation der Jugendlichen untereinander wird gestärkt. Die Suche nach geeigneter „Leinwand“ gipfelte in der Gestaltung eines Kindergartenzaunes und die Jugendlichen integrierten geschickt auch die ganz kleinen Künstler. In Workshops wurden Skizzen angefertigt und Grundtechniken vermittelt. Beeindruckende Ergebnisse der harten Arbeit lassen den Zaun bereits bunt erstrahlen, geplant ist noch die Skyline von Kösching und als Mittelpunkt des gesamten Kunstwerkes die Sonne, die einen herzlich willkommen heißt in Kösching. 

Jugendtreff Gaimersheim: Upcycling und Nachhaltigkeit – Wir gestalten unseren Jugendtreff mit

Foto: 7 Gaimersheim_Upcycling

Als die Gaimersheimer Jugendlichen hörten, wie viel der Bau ihres neuen Jugendtreffs kosten würde, hatten sie viele Ideen um Geld zu sparen. Die Besucher des offenen Jugendtreffs planten die neue Einrichtung aus Palettenmöbeln. Gezielt gingen die Jugendlichen auch auf die jungen Geflüchteten der nahegelegenen Unterkunft zu, so dass durch dieses Projekt auch eine erste Annäherung stattfand und den „Neuen“ der Jugendtreff schmackhaft gemacht werden konnte. In mehreren Workshops bauten die jungen Menschen gemeinsam ihre Möbel und wurden dabei von einer Schreinerin fachlich angeleitet. Im August 2016 wurde der Lounge-Bereich des Treffs dann eingerichtet und wird seitdem intensiv und gerne genutzt. 

Kreisjugendring: Integrative Kinderspielaktion

Foto: 8 KJR_Kinderspiel

Zum wiederholten Male fand die „tun-Sommerschule“ an der Uni statt. Erstmals wurde dabei explizit für Kinder zwischen 8-13 Jahren eine Kinderbetreuung vom KJR angeboten. Bei dem zweiwöchigen Projekt konnten Kinder geflohener Familien sowie einheimische Kinder aus dem Landkreis teilnehmen. Die Aktion beinhaltete ein abwechslungsreiches Programm, einen gemeinsamen Mittagstisch und Freizeitgestaltung. Das Projekt brachte durch gegenseitiges kennen- und schätzen lernen Bekanntschaften sowie eine Grundlage für Freundschaften hervor. Das gemeinsame Spielen und der Umgang mit anderen Kulturen wurde gefördert, und dadurch die soziale Kompetenz der Kinder, Jugendlichen und Jugendleiter weiter entwickelt. Mit dem Projekt sollte auch ein Beitrag zur Umsetzung des „Leitbildes zur Integration des Landkreises Eichstätt“ geleistet werden.  Das Leitbild prägte die Zusammenarbeit im Team und wurde auf allen Ebenen kommuniziert. 

KSJ Diözesanverband Eichstätt: Alpenüberquerung

Foto: 9 KSJ_Alpen

Von Sonntag, 10. Juli bis Sonntag 17. Juli 2016 fand die Alpenüberquerung der KSJ DV Eichstätt statt. Um dieses Projekt durchzusetzen, mussten im Vorfeld verschiedenste Vorbereitungen getroffen werden. So gab es eine intensive Planungsphase mit einem großen Augenmerk auf Partizipation der Jugendlichen. Die Teilnehmer arbeiteten in Gruppen die zu erledigenden Punkte und Planungsschritte aus. Anschließend folgten Diskussionen um sich auf ein Ergebnis für alle zu einigen. Am Ende der Planungen standen die Wanderroute, tägliches Budget, die Ausrüstung und die Länge der Pausen während der Tagestour fest. Außerdem planten die Teilnehmer in Partnerarbeiten jeweils einen ganzen Tag selbstständig. Das Lesen von Karten und Kompassen wurde geübt und Erste-Hilfe-Maßnahmen, insbesondere auch Hilfsmaßnahmen im Gebirge trainiert. Gut gerüstet konnte so das mutige Projekt durchgeführt werden. Es war für die Teilnehmenden ein großes Erlebnis, das den Zusammenhalt der Gruppe gefestigt hat. 

THW-Jugend: „So entsteht eine gesunde Mahlzeit“

Foto: 10 THW-Jugend_Ernährung

Zum Thema wurden vier verschiedene Workshops angeboten. „Was ist eigentlich gesunde Ernährung?“ erklärte eine Ernährungsberaterin der THW-Jugend. Dabei erfuhren die jungen Menschen, wie gesund oder ungesund sie im Alltag eigentlich essen und trinken. Es wurden gesunde Brotaufstriche und Obstsalat hergestellt. Den Abschluss bildete die gemeinsame Mahlzeit. In einem weiteren Workshop wurde ein Hochbeet geplant, gebaut und bepflanzt. Die genaue Konstruktion wurde den Jugendlichen selbst überlassen. Nach dem Bau wurde gemeinsam gekocht und diniert. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von erfahrenen Köchen des Technischen Hilfswerks. Zuletzt besuchten die Kinder und Jugendlichen noch einen Biobauernhof in der Umgebung von Eichstätt. Bei dem Rundgang über den Hof erfuhren die Teilnehmer viel über die biologische Landwirtschaft und warum Bio-Bauernhöfe ihr Futter meist selbst anbauen müssen. Zum Abschluss der Führung gab es ein gemeinsames Mittagessen mit einer frischen „Milch-Probe“. 

TUN e.V.: Art Expression Workshop

   

 Foto: EK online vom 04.04.2016 “Farben sprechen lassen” 

Die Eichstätter Initiative Tun hat einen Kunstworkshop für Flüchtlinge veranstaltet. Die Jugendlichen zeichneten und malten 5 Tage lang die verschiedensten Motive. Geleitet wurde das Projekt durch die iranische Künstlerin Golnar Tabibzadeh. Die Künstlerin versuchte durch verschiedene Übungen, den jungen Leuten zu helfen ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. In jeder Einheit des Workshops bekamen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben und lernten dadurch neue Techniken wie zum Beispiel das Arbeiten mit einer Collage oder das Malen mit verschiedenen Materialien kennen. Den Aufgaben und Übungen lag immer ein bestimmtes Thema zugrunde, diese reichten von den Eindrücken der Flüchtlinge von ihren neuen Leben in Deutschland bis zum Visualisieren ihrer Persönlichkeiten, Wünsche und Ziele. 

Alle Fotos: Landkreis Eichstätt

Kategorien: Presse